KOLUMBA singt!

“…dem Geheimnis des Lebens einen Klang geben…“
20 Jahre Romanischer Sommer Köln 2008

Donnerstag, 26. Juni 2008

• Klangwerkstatt im Kolumba Kunstmuseum des Erzbistums Köln 12-21 h

Singen ist die ursprünglichste und die älteste musikalische Äußerungsform des Menschen. Seelisches und Emotionales kommen beim Singen unmittelbar und gemeinsam zum Ausdruck, was das Singen für die Religionen der Welt so wichtig macht. Gebete sind eine zentrale Glaubenspraxis vieler Religionen und das Stundengebetfinden wir vor allem in den schriftlich niedergelegten Religionen wieder.

Die vier Weltreligionen werden singenderweise in Kolumba aufeinander-treffen: hinduistischer Dhrupad-Gesang, jüdische Liturgie, christliche Stunden-gesänge verschiedener Ausrichtungen und der berühmte Lobgesang zur Geburt des Propheten „Mevlid“ von Süleyman ‚elebis (1207): ein Fest der Religionen!

Dieses Aufeinandertreffen von Sängerinnen verschiedener Kulturkreise wird durch die amerikanische Komponistin und Musikerin Pauline Oliveros kongenial ergänzt.

Der Aufbau des Tages folgt dem Ablauf der Stundengebete in christlichen Klöstern so wie sie bis heute in nahezu Jahrtausende alter Tradition gebetet werden:
Sext 12:00 Uhr, Non 15:00 Uhr, Vesper 18:00 Uhr und die Komplet beendet den Tag bei uns ab 21:00 Uhr

Das Judentum hat seine Tradition der Gebetszeiten seit biblischer Zeit bewahrt. Aus der jüdischen Tradition heraus, drei Mal am Tag zu beten, entwickelte die frühe christliche Kirche die Vorstufe des heutigen christlichen Stundengebets. Die jüdische Tradition, die Psalmen des Alten Testaments (Tora) zu beten, führten die Christen fort. Stundengebete werden bis heute in der orthodoxen, römisch-katholischen, der anglikanischen und den evangelischen Kirchen gepflegt. Sinn des Stundengebets ist es, das Gebet zu Gott rund um die Erde nicht abreißen zu lassen.

Wir finden ähnliche Traditionen auch in außereuropäischen Kulturkreisen. Salat bezeichnet im Islam die täglichen Gebete der Muslime in Richtung Mekka. Die zu festgelegten Zeiten zu verrichtenden fünf Gebete sind die oberste Pflicht für alle volljährigen Muslima und Muslime.
Ashtayama ist ein indischer Begriff für den tiefen inneren Zusammenhang zwischen natürlichen Zeitzyklen und Musik. Entsprechend der Tageszeit ändern sich auch die Raga genannten musikalischen Modi.

KOLUMBA singt! – ein Fest der Stimmen, Lieder, Rituale und Religionen.
Maria Jonas, künstl. Leitung

TAGESABLAUF:

SEXT

• Madonna in den Trümmern Museumskirche
12.00 h, Ars Choralis Coeln
Prozession zu KOLUMBA Kunstmuseum
12.45 h, Ars Choralis Coeln
• KOLUMBA Kunstmuseum
13.30 h, Pauline Oliveros und Ars Choralis Coeln

NON

• KOLUMBA, Kunstmuseum
15.00 h, Chasan Jalda Rebling R 18
16.00 h, Sema R 20
17.00 h, Amelia Cuni R 16

VESPER

• KOLUMBA, Kunstmuseum
18.00 h, Katarina Livljanic R 6
19.00 h, Amelia Cuni 16
Chasan Jalda Rebling R 18
Sema R 20
20.00 h, Pauline Oliveros und Ars Choralis Coeln 2. OG
• Minoritenkirche
19.30 h, Ensemble Sathanao

KOMPLET

• Prozession von KOLUMBA zur Minoritenkirche
21.00 h, Ars Choralis Coeln
• Minoritenkirche
21:15 h, Ars Choralis Coeln & Ensemble Sathanao
21:30 h, Pauline Oliveros, Akkordeon
22:00 h, Tuning Meditation: Pauline Oliveros & Ars Choralis Coeln
22:15 h, Ars Choralis Coeln


Aus dem Werkkommentar der Komponistin Pauline Oliveros:

„The Tuning Meditation is offered in the spirit of bringing many people together through sharing a simple way of sounding and listening together. Sounding in the way proposed is open to all regardless of experience. Language is not a barrier as there are no words only vowel sounds that are common to all.

Through following the instructions given below [diese haben wir ja nicht] there will at first be clouds or clusters of sounds. Eventual the clouds and clusters transform into harmonies with common tones moving through the sound field as tuning takes place on many levels actually and metaphorically.

Each person is invited to make their own private and silent dedication of intentions for this community of voices to have effect personally and for radiating to others out to the world.

How would you like for your sound to affect the world?”

Mit Unterstützung von:
Land und Kunststiftung NRW, Förderverein Romanische Kirchen Köln e.V. und Verlag M. DuMont Schauberg


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im Leseraum von KOLUMBA
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