Maria Jonas – alternative Bio
Maria Jonas hegte schon als Kind den tiefen Wunsch entweder Opernsängerin zu werden oder Friseuse auf einem großen Ozeandampfer. Letzteres blieb ihr leider versagt und so mußte sie mit dem Singen vorlieb nehmen. Doch bevor es dazu kam, lernte sie erst einmal Klavier, Blockflöte, Violoncello und Oboe. Letzteres Instrument studierte sie dann und der Umfang ihrer Stimme heute ist auch ungefähr der einer Oboe. Doch anstatt jetzt in einem der vielen deutschen Orchester oder Musikschulen eine Stelle anzutreten, wanderte sie lieber nach Venezuela aus und verbrachte dort zehn abwechslungs-, lehr- und abenteuerreiche Jahre an den Gestaden des Orinocos.
Da hörte sie eines Tages eine Aufnahme von HESPERION XX mit der Sängerin Montserrat Figueras. Gesungen hatte Maria Jonas ja immer schon – singen konnte sie vor dem Sprechen und singen war normal, nur war der Wunsch Sängerin zu werden, schon im Keime an der Kölner Musikhochschule erstickt worden: Sänger und Sängerinnen waren blöd, kompliziert und unglücklich und liefen immer mit einem Schal rum. Doch als sie Montserrat Figueras hörte, stand ihr Entschluß fest: wenn man in der E-Musik so geil singen darf, dann mach ich das auch! Kein halbes Jahr danach war sie im Flieger zurück nach Europa, nahm natürlich bei Montserrat Figueras Unterricht, landete dann bei der genialen Lehrerin Jessica Cash, deren Schülerin sie bis heute ist – und stolz darauf!
Ja – und nun singe ich eben, mal sehen wie lange.
Maria Jonas als Grimbald, der fürchterliche Erdgeist, in "King Arthur" von Purcell, 2009 in Knechtsteden
